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 Haltungs- und Problemfragen
Christine Offline

Moderator


Beiträge: 733

01.09.2005 09:01
Fragen u. Antwort zur Welpenerziehung Zitat · antworten

Anfrage von E.
Meine Freundin hat ein Problem mit ihrem Welpen , da du ja selber schon Welpen großgezogen hast vielleicht hast du da einen Rat oder Tipp.

Also meine Freundin hat die Schwester von unserer Sunny.
Die kleine ist nun 11 Wochen und wenn sie mit ihr Gassi gehen will geht die kleine unter das Sofa und kommt nicht mehr vor .
Wenn sie dann den Hund dann vorholt knurrt sie und will sie Schnappen.
Auch wenn sie die kleine auf den Arm nimmt Knurrt sie ebenfalls und versucht sie zu Schnappen.
Sie meint auch das die kleine irgendwie keinen Bezug zu ihr sucht , und das sie sich Morgens gar nicht freut wenn sie meine Freundin nach dem Aufwachen sieht .
Woran kann dieses Verhalten liegen?? Macht sie etwas falsch??
Es ist ihr erster Hund aber sie hat sich auch voher über Welpen Informiert und Bücher gekauft aber über dieses Problem hat sie nichts gefunden.
Also wir haben dieses Problem nicht Sunny ist das Totale gegenteil ihrer Schwester.

Antwort von Moderator C.
das kann viele Gründe haben, ist aber per Mail nicht zu klären,das müßte ich telefonisch oder persönlich mit ihr besprechen.
Seit wann zeigt sie dieses Verhalten, was hat sie schon alles erlebt, ist das schon immer so gewesen.... Wo kommt der Hund her, wie ist er aufgewachsen......Mit wieviel Wochen habt ihr die Welpen bekommen???
Ich denke, das Knurren und Schnappen ist die Verteidigung des eigenen Lebens, sie hat offensichtlich Angst und Streß und weiß sich nicht anderes zu helfen. Das ist keine Schuldzuweisung, der Welpe sieht das eben so aus welchen Gründen auch immer............
Man muß sich in die Lage des kleinen Kerls versuchen hineinzuversetzen und es mit Babies vergleichen.
Das auf den Arm nehmen mag eigentlich kein Hund besonders, der eine toleriert es mehr als der andere, aber wirklich mögen tun sie es nicht. Also soll sie es lassen und mit Leckerchen und super freundlicher heller Stimme locken und sie muß sich viel Zeit nehmen. Ich weiß, Treppen sind dann evtl. ein Problem, da müssen manche eben getragen werden, wie ist das bei Euch?
Kann sie den Welpen mit Hilfe eines anderen Hundes hervorlocken, sodaß er einfach mitgeht ohne viel nachzudenken

Antwort von E.
Sunny und meiner Freundin ihre Gina sind aus dem Kronacher Tierheim was sie alles erlebt haben wissen wir nicht genau .
Sie worden in einen Karton zu 5 Ausgesetzt und dann hat sie jemand wohl gefunden und ins Tierheim gebracht.
Wir haben sie seit sie 9 Wochen alt sind also noch nicht lange sie sind ja jetzt erst 11 Wochen.
Ich denke mal das Sunny nicht so Ängstlich ist weil ich ja Odie schon hatte , den habe ich auch schon seit 2 Monaten.
Gina ist ja leider allein bei meiner Freundin.

Sie hat vohin mit einer Hundeschule Telefoniert und da kommt einer vorbei und sieht sich die kleine mal an und gibt ihr ein paar Tipps wie sie bei ihr am besten weiter kommt .



Antwort von C.
Ich hoffe für die Kleine, daß sie bei einer guten Hundeschule gelandet ist. Hier in Bayreuth kann ich nur den Herrn Ruckdeschel wirklich empfehlen, er hat eine Menge Ahnung, Erfahrung und viel Herz für Tiere und Verstand und Einfühlungsvermögen.
Ich rate Deiner Freundin, gut aufzupassen was der Trainer sagt, und dann zu sehen wie sie sich dabei fühlt und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Würde sie die Ratschläge, die sie bekommt, auch bei ihrem Kind anwenden, fühlt sie sich und der Hund gut dabei? Weißt Du, es gibt viele Hundetrainer und alle behaupten super zu sein und ganz viel Ahnung zu haben und verbreiten doch ne Menge Müll und schreiben sogar noch Bücher darüber und der leidtragende ist immer der Hund (im schlimmsten Fall muß der dafür sein Leben lassen). Ich sage Dir das, weil ich da auch schon einige Erfahrungen gesammelt habe und weiß wie schnell ein Hund versaut wird und wie viel Zeit man investieren muß um das wieder einigermaßen hinzukriegen. Du kannst einem Hund in wenigen Minuten schaden und brauchst Monate um es wieder zu richten.

Wenn ein Hund unter guten Bedingungen aufwächst und viel Kontakt zu Menschen hat, ist er gut auf die Abgabe an den neuen Besitzer vorbereitet und dennoch verliert er am Tag der Abgabe erst mal alles: seine Familie, seine Menschen, die vertraute Umgebung, und das ist für so einen kleinen Kerl schon schlimm genug, er fühlt sich dann wie ganz allein in einer Stadt voller Riesen und trifft er auf jemanden der seine Sprache spricht, also andere Hunde, dann sind sie ihm doch alle fremd. Gott sei Dank finden sie sich in der neuen Umgebung dann doch schnell zurecht, aber ich wollte das nur mal verständlich darstellen. Er muß erst Vertrauen zu den neuen Menschen aufbauen und diese Menschen müssen sich des Vertrauens auch würdig erweisen.

Euren Hunden ist eine Menge schlimmes passiert, sie kamen von ihrer Familie weg, wurden in einen Karton gesprerrt, kamen dann ins Tierheim und anschließend zu einem neuen Besitzer, das ist etwas viel auf einmal, findest Du nicht auch? Wenn der Welpe dann so reagiert wie Gina, wird er oft als dominant-agressiv eingestuft und hart behandelt, denn man muß ja jetzt zeigen wer der Boss ist, und das ist der falsche Weg und hat oft fatale Folgen für den Hund. Ruhe, Liebe, Souveränität, Sicherheit, das braucht die Kleine jetzt am nötigsten.

Ich habe vor ca. 4 Wochen erst ein super Seminar zum Agressionsverhalten des Hundes besucht und werde im Oktober eines für Calming Signals mitmachen. Außerdem sammle ich mit meinem Rudel täglich neue Erfahrungen und finde das, was ich dort lerne, immer wieder bestätigt.
Ich weiß nicht, ob Du weißt, daß ich mit einem richtigen Rudel bestehend aus 4 Hunden lebe. Es handelt sich um Mutter, Vater und 2 Töchter aus versch. Würfen.

E: Sunny reagiert noch etwas ängstlich auf andere große Hunde

Anwort von C.
Ich weiß nicht ob Du das weißt, aber wenn Dein Hund Angst hat, dann laß ihm eine ganz lange Leine, damit sie selber entscheiden kann was sie tut und halt sie keinesfalls kurz, das führt zu Streß und kann später mal zu Agression führen............ Und geh bitte splittend dazwischen, wenn ein anderen Hund angeschossen kommt, sie muß Dir vertrauen können und sich sicher sein, daß Du sie schützen kannst und wirst.


Antwort von E.
Also der Hundetrainer war bei ihr , er meinte das Gina aus Angst so Reagiert .
Denn unter dem Sofa ist Gina geschützt und wenn meine Freundin sie vorholt weiß sich Gina nicht anders zu helfen und Knurrt.
Sie soll sie viel mit Leckerchen locken und viel Loben.
Und ihr viel Zeit geben und wenn Gina nicht will sollte man sie lassen irgendwann kommt sie schon unter dem Sofa wieder vor.

Es ist auch schon etwas besser .
Sie lässt Gina nun so lange bis sie von alleine wieder vor kommt dann gibt sie ihr Leckerchen .
Manchaml legt Gina sich dann vor ihre Füße und bleibt sogar liegen.

Also ich Denke das wird .

Sonst geht es allen Prima.

C: hier noch ein Tip: habt ihr ein Geschirr oder Halsband für Eure Hunde? Meine laufen mit Geschirr immer wesentlich lieber als mit Halsband.

Dann hab ich noch ein super Buch und lese es selbst gerade, deshalb ist es noch nicht im Buchtipp im Forum:

"Das andere Ende der Leine". Es gibt Aufschluß über die Kommunikation mit Hunden. Über Bereiche wo wir uns ähnlich sind und aber auch wie wir uns unterscheiden und weshalb es deshalb zu Schwierigkeiten kommt. Auch ganz toll zu lesen.

E:Wir haben für unsere Hunde auch lieber ein Geschirr statt ein Halsband.


Moderator

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