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Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 5.805 mal aufgerufen
 Haltungs- und Problemfragen
Seiten 1 | 2 | 3
Christine Offline

Moderator


Beiträge: 733

18.06.2007 23:24
#31 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

http://www.youtube.com/watch?v=P-Dm22gcLP4

da is mehr aktion drin, das ist ja auch ein portie............
danke silke für den link!
gruß
christine

Moderator

ich bin nur verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was du verstehst!

eMail:christine@hundetreff-bayreuth.de

Jürgen Offline

Admin


Beiträge: 828

18.06.2007 23:51
#32 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Kann ich auch mithalten:

Gruß Jürgen

eMail: webmaster@hundetreff-bayreuth.de
http://www.hundetreff-bayreuth.de

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein

123Fellnase Offline

Welpe

Beiträge: 3

23.03.2008 01:32
#33 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Grüß Gott an Margit und alle, die in diesem Forum aktiv sind. Wenn ich mit diesem Beitrag durch bin, werde ich mich auch ordentlich vorstellen, aber zunächst ist es mir ein großes Anliegen, mich zu diesen Beiträgen zu äußern, auch weil ja auf Antworten aus den Reihen des SV gewartet wurde.

Ganz schade finde ich, daß in diesen Beiträgen so stark polarisiert wird und alle Schutzhundler über einen Kamm geschert werden. Sicher gibt es hier noch Einige (wahrscheinlich auch nicht Wenige), die den alten Methoden anhängig sind. Doch auch wir in der OG Neudrossenfeld haben schon ganz lange geblickt, daß es nur mit Teamwork und nicht mit Gewalt in der Erziehung geht. Gewalt erzeugt Meideverhalten und ganz bestimmt nicht einen freudig arbeitenden Hund. Sehr zu denken gibt mir die Aussage von Margit. Was bitte schön kann man Schreckliches auf unserem Hundeplatz erblicken, wenn man auf der B85 vorbeifährt und das mindestens mit einem Tempo von 80 bis 100 Stundenkilometer? Bei uns wird kein Hund mit Zwang ausgebildet, denn spätestens in einer Prüfung würde sich der falsche Ausbildungsansatz in schlechten Punkten widerspiegeln. Apropos - die Schutzhunde- und Vielseitigkeitsprüfungen bestehen aus drei Teilen: der Fährtenarbeit, der Unterordnung und erst Teil drei beinhaltet den Schutzdienst. Unsere Hunde wissen genau, daß sie nur einem komplett angezogenen Helfer in den Arm fliegen dürfen. Sobald der Arm weg ist, ist auch unser ach so agressiver Schutzhund sofort wieder freundlich.
Margit, wenn sie möchten, können sie sich gerne persönlich bei uns auf dem Platz überzeugen, mit welchen Methoden hier gearbeitet wird und ob die Hunde unter Stress stehen. Bitte nehmen Sie nicht nur die negativen Beispiele und übertragen diese auf alle, die am Schutzhundesport Freude haben. Uns ist heutzutage ganz wichtig, daß wir vor allem im Alltag verlässliche Freunde haben, die in jeder Situation gelassen reagieren. Solche Menschen wie Ihr Nachbar oder solche, die Djangos heranziehen sind auch uns ein Dorn im Auge. Aber beileibe keine Aushängeschilder!
Und Hunde die nicht wesensfest sind dürfen gar nicht in den Schutzhundebereich, weil diese tatsächlich gestresst wären und dann falsch reagieren würden.

Abschliessend noch eine kleine Bemerkung zum Thema "alle über einen Kamm scheren" und "gibt es in den Mainauen Hunde die sofort auf Zuruf Ihres Hundeführers reagieren": Vor Jahren war mein Mann mit seinem jungen und unerfahrenen Pferd in den Mainauen bei Wendelhöfen unterwegs. Es war Sonntag Morgen und die beiden begegneten einem Rudel Hunde mit ihrem Menschen. Die Hundehaben sich allerdings nicht einen Deut um das Rufen Ihrer Hundeführer gekümmert sondern sind um das Pferd gesaust, welches vor Schreck ausrutschte und mitsamt meinem Mann fast komplett zu Boden ging. Keine Entschuldigung, keine Frage, ob den beiden etwas passiert sei. Ist das korrektes Verhalten eines Hundeführers? Nun könnte ich auch behaupten, alle Menschen, die Ihre Hunde Sonntag morgens dort bei Wendelhöfen laufen lassen, sind nicht in der Lage, Ihre Hunde sauber zu erziehen und unter Kontrolle zu halten, denn das ist ja nun auch ohne Zwang sehr wohl möglich. Auch könnte ich behaupten, daß dort kein Hund im Gehorsam steht, denn eine Woche später erging es mir ebenso. Ich mußte mich von einem mittelhohen Mix verbellen lassen und die Besitzerin kam partout nicht aus ihrem Versteck in einer Mainschleife. Sie hätte nach Bayreuth zurücklaufen können, das wäre dem Hund egal gewesen. Gottseidank hatte ich ein älteres Pferd dabei, das sich angstfrei dem Hund zugewendet hat und ich den Hund zurückdrängen und das junge Pferd schützen konnte. Sie sehen also, wie leicht es mir wäre, Gerüchte in die Welt zu setzen, ohne einen von Ihnen persönlich zu kennen noch zu wissen, wie sie mit Ihrem Hund umgehen.

Sie kennen den Spruch "Leben und Leben lassen" Wir ziehen nicht über die Spaziergänger des Hundetreffs her, weil wir sie nicht kennen, also ziehen sie nicht über uns her und verallgemeinern Sie nicht.
Wenn Hunde unwürdig behandelt oder gar mißhandelt werden, dann gehört soetwas angezeigt, aber nicht weil auf einem Hundeplatz Hundesport betrieben wird. In unserer Ortsgruppe - und das müssten sie gesehen haben, wenn sie öfters vorbeifahren, werden auch Sportarten wie Agility und Flyball gepflegt. Das könnte nicht sein, wenn sich hier Tierquäler befänden.

Vielen Dank, wenn Sie bis zum Ende gelesen haben. Viele Grüße.
Anja

glubschi ( Gast )
Beiträge:

23.03.2008 08:55
#34 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Hallo anja,

erst einmal vielen dank für die stellungnahme hier im forum, ich habe sie komplett und mit interesse durchgelesen.
Zuallererst sei gesagt, daß ich persönlich nichts gegen einen SD bzw eine VPG habe, die über spiel und beutemotivation ausgebildet wird und nicht über schmerzmeideverhalten.

Die starke polarisierung kommt auch daher – von meiner seite aus zumindest – daß man deutschlandweit kaum homepages findet, in denen nicht offen propagiert wird, daß der hund im SD, wenn er nicht gleich so „funktioniert“, wie gewünscht, dann eben über zwang ausgebildet wird, wie zum beispiel den zwangsapport.
Der zwang endet erst, wenn der hund das apportel im maul behält und der hund wird gelobt. Das fällt unter das, was Sie als „meideverhalten“ beschrieben haben, der hund will den schmerz vermeiden, der ihm zugefügt wird, und nimmt dann doch lieber das apportierholz ins maul. Hierbei gibt’s ja wieder verschiedene methoden, sei es den hund zu „hypnotisieren“ oder ein stachelhalsband so lange umzudrehen, bis er vor schmerz das maul öffnet, so daß man ihm das holz in selbiges schieben kann etcpp.

Ich glaube, ich habe es in einem anderen thread schon geschrieben, ich hatte dieses jahr schon eine entsprechende unterhaltung mit einem SD-ler, der auch ganz offen über starkzwang gesprochen hat. Dieser ist aber nicht auf Ihrem platz, war wohl aber vor langer zeit mal dort gewesen. Auch war dieser der meinung, wenn ein hund nicht taugt, kommt er weg und der nächste her, wenn gar nichts funktioniert, den hund dazu zu bringen, im SD ordentlich zu laufen. Insgesamt war das gespräch recht lange und hinterließ den eindruck eines sehr vom ehrgeiz geleiteten menschen, der den hund nur als sportgerät, nicht als partner im sport sieht, der funktionieren muß, immer, zu jeder zeit, ohne rücksicht auf verluste. Notfalls mit zwang und gewalt. Ich persönlich bin der meinung, daß man den sport, den man ausübt, den fähigkeiten und vorlieben des hundes anpassen sollte, statt ihn in etwas hineinzupressen, was ihm keinen spaß macht und nur streß auslöst. Dabei ist der halter gefragt, der die vorlieben seines hundes entsprechend herausfinden sollte.

Bei youtube und myvideo gibt es SD- videos en mass, die der alten schule entsprechen.
Mitlesen in deutschen „gebrauchshundeforen“ zeigt auch nicht unbedingt einen großen wandel und großes umdenken in der VPG-szene. Was mich dazu bewogen hat, mich aus „meinem“ forum zurückzuziehen.
Züchter und hundeplatz-HPs auch im frankenland, also der näheren umgebung, haben nicht selten zum inhalt, daß man den hund natürlich auch super über den wehrtrieb führen kann, und manche preisen ihre zuchttiere an mit „macht tollen, aggressiver schutzdienst“.

Daß auch fährte und unterordnung zum SD gehört ist klar. Doch auch hierbei kann man viel über zwang und schmerzmeideverhalten „motivieren“. Sehr viele Hps kann man bestaunen, auf denen die hunde in der UO mit einem hoch angesetzten stachler laufen, der am oder knapp unter dem kehlkopf ansetzt. Von den gesundheitlichen folgen abgesehen, möchte ich nicht wissen, wie der hund psychisch dabei drauf ist.
Was mir bei der UO nie logisch sein wird - aber das ist vermutlich „geschmackssache“- ist, daß der hund unbedingt am bein des HF kleben muß und dabei den kopf ständig in die luft zum „sternegucken“ recken soll. Für mich (!) sieht das „seltsam“ und „unnatürlich“ aus, ein entspannt neben mir laufender hund, der auch einen gewissen abstand zu meinem bein hat, ist mir persönlich lieber. Erstens stolper ich dann nicht über ihn drüber :) und er kriegt nicht dauernd einen knuff vom knie :) und trägt außerdem seiner individualdistanz rechnung. Meiner sortiert sich auch relativ nahe bei mir ein, aber freiwillig.

Eine ausbildung über meideverhalten ist mMn auch nicht immer ganz offensichtlich, je nachdem wie der grundcharakter des hundes ist, manche stecken es eher weg und funktionieren, manche, sensiblere hunde zeigen offen durch die körpersprache, daß es ihnen schlecht geht, in erwartung der schmerzhaften konsequenzen.
Ich denke auch, daß SD und agility/flyball sich nicht unbedingt ins gehege kommen müssen, wenn sie auf einem platz angeboten werden. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, sind auch verschiedene ausbilder zu unterschiedlichen zeiten vertreten, so daß durchaus der eine „die“ und der andere „diese“ philosophie vertreten kann in der ausbildung.

Die methoden, die hier in diesem und anderen threads angeprangert werden, wird man auch kaum zu den regulären trainingszeiten sehen können und schon gar nicht direkt auf dem platz. Zitat:“wenn der hund net gscheit zubeißen will, gehst mal kurz in wald und prügelst ihn durch, dann beißt der scho“ (nicht von euch, das zitat). Wer will das überwachen, was hinter den kulissen läuft? Das passiert schön hinter verschlossenen türen.
Sicher kann ein toll aufgebauter SD, den der hund freudig und mit spaß an der sache ausführt durchaus seine phaszination haben und ein tolles gesamtbild geben, das will ich nichtmal absprechen, aber insgesamt gesehen, macht mir die sache eher magenschmerzen. ein wandel ist zwar schon da, will ich auch nicht absprechen, aber ich finde, noch viel zu wenig.

Es kann auch nicht sein, daß ein hund, der vom platz geführt wird, einer unbeteiligt stehenden passantin unterhalb der brust in die rippen beißt, mal einfach so und der HF kommentarlos weitergeht. (ist meiner kollegin passiert, allerdings nicht hier im frankenland). Sie hat dann einen anderen platz gefunden, in dem ausschließlich über positive motivation gearbeitet wird, wo die VPG-ler mit den agilityleuten auch eine gute zusammenarbeit pflegten und die hunde nicht selten in beiden disziplinen mit spaß und eifer gelaufen sind.
Wie bei euch speziell ausgebildet wird, kann ich nicht beurteilen, da muß ich Ihnen erstmal glauben schenken, in dem was Sie schreiben. Wenn es so ist, dann ist es gut.

Was das verhalten in den mainauen angeht, bezüglich Ihrer erlebnisse, ist das natürlich auch kein aushängeschild für verantwortungsbewußte hundehalter.

vg

123Fellnase Offline

Welpe

Beiträge: 3

23.03.2008 20:41
#35 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Ich freue mich sehr,
hier auf offene Augen und Ohren getroffen zu sein. Wir stimmen in mehr Ansichten überein, als Sie alle glauben möchten. Drücken wir die Daumen, daß im Laufe der Zeit noch viele Hundesportler begreifen (egal in welcher Sportart gearbeitet wird, daß die positive Motivation immer der beste Lehrmeister sein wird. Hoffen wir, daß die Ehrgeizzerfressenen immer wieder mit Menschen Kontakt haben, die diese auf den Boden des normalen Lebens zurückholen. Es wird sicher noch lange dauern, bis wir diese Welt wieder ein Stückchen heiler bekommen, aber das können wir nur erreichen, in dem wir ruhig und neutral miteinander kommunizieren, den Argumenten Anderer offen gegenübertreten und ruhig und sachlich den eigenen Kommentar dazu geben. In der Ruhe liegt die Kraft. Diese Argumente werden eher gehört und besser verarbeitet. Miteinander statt gegeneinander. (wobei ich Ihnen Recht gebe, mit den Starkzwangausübenden sogenannten Hundesportlern finde auch ich keine Kommunikationsbasis)
Ich bin sicher, wir werden hier noch eine gute Basis des Austausches finden.
An anderer Stelle habe ich zum Beispiel gelesen, daß eine HF ganz froh über ein eingezäuntes Grundstück wäre, um die Hunde in kontrollierten Gruppen frei laufen zu lassen, da dies in der freien Natur wohl nicht ohne weiteres und einen begeistert davon sausenden Hund möglich ist. Hier wäre wohl ein bisserl Unterstützung in der Kommunikation mit dem Hund nötig. Da ich mich aber noch nicht in allen Bereichen durchgelesen habe, denke ich mal, daß sich da noch einige Threads mit guten Tipps finden werden.
Viele Grüße. Anja

Jürgen Offline

Admin


Beiträge: 828

23.03.2008 21:03
#36 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Hallo Anja,

ich würde mich freuen, wenn in der Hundeausbildung endlich umgedacht werden würde. Bis dahin scheint es mir aber noch ein weiter Weg.

Aber erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Leider findet sich auf vielen Homepages diverser Hundesportler ähnliche Aussagen, bezüglich der gewaltfreien Ausbildung und schaut man sich dann die Bildergalerien an, sieht man die Hunde mit Stachelhalsbändern neben ihren streng blickenden HF sitzen. Diese Halsbänder werden sicherlich nicht aus modischen Gründen angelegt.

Bin schon gespannt auf Ihre Vorstellung.

Gruß Jürgen


Gruß Jürgen

eMail: webmaster@hundetreff-bayreuth.de
http://www.hundetreff-bayreuth.de

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein

Christine Offline

Moderator


Beiträge: 733

23.03.2008 21:04
#37 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

wolltest du uns nicht etwas mehr über dich erzählen? welche tiere hast du, gibt es evtl. eine HP von dir?

ein eingezäuntes grundstück ist deshalb von nöten, da es hunde gibt, mit denen die kommunikation etc. erstmal geübt werden muß, damit man sie später draußen frei laufen lassen kann. eventuelle jäger können sich hier auch mal austoben. geübt werden sollte anfangs doch mit möglichst wenig ablenkung, da sollten wir uns doch einig sein.
oder übt ihr auf einem nicht eingezäunten platz? ich war nämlich noch nie in neudrossenfeld.
gruß
christine

Moderator

ich bin nur verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was du verstehst!

eMail:christine@hundetreff-bayreuth.de

glubschi ( Gast )
Beiträge:

23.03.2008 21:59
#38 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten
hallo anja,

wollen wir das Sie nicht lassen, wir sind ja in nem forum... :)

ja, das eingezäunte grundstück wäre von vorteil, mein hund rennt zwar nicht weg, ist ein "mama-hund" ohne jagdleidenschaften, aber ist wenig begeistert, wenn fremde, "ichbinsofreundlichunddumußtmichliebhaben"-wirbelwinde unhöflichst auf sie zustürmen und sie fast umrennen, das kann sie gar nicht ab. so könnte man sich drauf einstellen, wer da ist und wäre von äußeren einflüssen weitgehend verschont. und wenn doch einer angefetzt kommt ist wenigstens ein zaun dazwischen, mein hund wird nicht belästigt und der andere nicht blöd angemacht von meinem. meistens zieht auch offesichtliches weiträumiges ausweichen nicht, die leut rufen ihre hunde nicht zurück und schaun halt, was passiert, weil IHRER ist ja soooo freundlich. auch wenn der angerast kommt und man die flucht ergreift.

daß positive motivation ein sehr guter lehrmeister ist, sollte wirklich langsam aber sich usus werden - wir haben heut erst wieder ein tolles erfolgserlebnis gehabt, innerhalb weniger tage kann eine einjährige hündin schon super fuß-laufen und das lief nur über geschirr, verbales lob, belohnung, streicheln.
die hatte vor knapp 2 wochen noch keinerlei leinenführigkeit. (seitdem kennen wir sie auch erst) und die freut sich einen ast, wenn sie gefallen kann und anerkennung dafür bekommt. die guckt auch nach den sternen - mit begeisterung. das wollten wir zwar nicht, aber sie machts anscheinend gern und freiwillig.
unerwünschtes verhalten wird entweder ignoriert, sofern möglich (!) oder sanft korrigiert bzw alternativverhalten erlernt, gezeigt. funktionier schon wunderbar. anfangs gatzte sie noch hunde an, jetzt gehts schon in den meisten fällen mit ruhigem vorbeigehen. einfach nur erwünschtes, ruhiges verhalten gelobt/bestätigt und bei unerwünschtem verhalten, aus der situation rausgenommen, beruhigen lassen, weitergeübt.
man muß halt rausfinden, auf was der hund abfährt, der eine geht ab beim tennisball, der nächste will seine würschterl haben, der nächste freut sich übers verbale und taktile lob und wenns sitzt, baut mans langsam ab.

aber gut, das ist vielleicht schon etwas zuviel an details, ich neige dazu, romane zu schreiben, es sei mir hoffentlich verziehen.

was ich damit sagen will ist, daß weder ein teletakt noch ein stachelhalsband noch ein schweizer band noch prügel notwendig sind, um den hund zu etwas zu bringen, das mensch gefällt, egal ob sporthund oder familienhund. hunde haben so ein hohes potential, sich an den menschen zu binden, und auch gefallen zu wollen, daß das komplett unnötig ist. man muß ihnen nur "richtig sagen", was man von ihnen möchte. oder?

und nein, ich bin NICHT perfekt, mein hund auch nicht, aber wir lernen immer gern und immer wieder und immer weiter.

gibts eigentlich schon neuere, moderenere literatur über VPG-ausbildung, ich hab nur paar "alte schinken" in meinem besitz. man muß ja wissen über was man motzt ;) und wenn schon die fachfrau im forum ist, muß man gleich mal fragen :)

vg
Katrin Offline

Windhund


Beiträge: 126

23.03.2008 23:09
#39 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

hallo anja,

erstmal auch von mir herzlich willkommen hier im forum!

ich denke, keiner von uns hat die absicht, alle schutzhundler über einen kamm zu scheren und im allgemeinen als "böse" hinzustellen. im schutzdienst ist es wie überall - es gibt schwarze, weiße und graue schafe sozusagen. bei jedem hundesport hängt es vom menschen ab, was er von seinem hund verlangt, wie er es durchsetzt und inwiefern er bereit ist, sich dabei nach seinem hund zu richten.
auch wenn der schutzhundesport für mich persönlich nichts wäre, kann ich mir trotzdem vorstellen, dass ein hund, dem diese arbeit liegt und der über beute- und spieltrieb ausgebildet wurde/wird, spaß daran haben kann. es gibt auch sicherlich einige HF, die im schutzdienst mit ihren hunden im team arbeiten und ohne starkzwang auskommen wollen und können. meiner meinung nach habe ich als HF dem hund als partner gegenüber die pflicht und die verantwortung, ihn fair zu behandeln und zu erziehen. das beinhaltet aber auch, dass ich dann im zweifel eben meine ziele zurückstecken und den hund als lebewesen in den vordergrund stellen muss. und ich denke, genau da scheitert es eben oft, weil wir menschen dazu neigen, unsere interessen rücksichtslos durchzusetzen.
ich will nicht alle vpg-ler in einen topf schmeißen, aber ich bin da einfach grundsätzlich ein bisschen vorsichtig, eben weil es noch viel zu viele gibt, die ihre hunde mit mittelalterlichen methoden "trainieren" (um ihr eigenes ego aufzupolieren?). ich gebe zu, es fällt mir einfach manchmal schwer, mit den bildern und geschichten von hunden am stachler/tele/schweizer band/etc., die mit gewalt zum beißen gezwungen werden, im kopf vorurteilsfrei an die sache ranzugehen. aber ich bin gerne bereit, mich vom gegenteil überzeugen zu lassen.

wenn einfach jeder den weg für sich UND seinen hund findet, die methode(n), mit der beide zufrieden sind, dann wäre viel geholfen.

In Antwort auf:
was ich damit sagen will ist, daß weder ein teletakt noch ein stachelhalsband noch ein schweizer band noch prügel notwendig sind, um den hund zu etwas zu bringen, das mensch gefällt, egal ob sporthund oder familienhund. hunde haben so ein hohes potential, sich an den menschen zu binden, und auch gefallen zu wollen, daß das komplett unnötig ist. man muß ihnen nur "richtig sagen", was man von ihnen möchte. oder?


genau. hätte ich nicht schöner sagen können.

vlg

Wenn du den wahren Charakter eines Menschen erkennen willst, dann gib ihm Macht.

Abraham Lincoln

Margit Offline

Windhund


Beiträge: 86

23.03.2008 23:38
#40 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Hallo Anja!

In Antwort auf:
Nachdem der Hund gefaßt hat, wird er vom Helfer umgesetzt und in gerader Richtung bedrängt. Der Helfer muß während der gesamten aktiven Kampfhandlung eine Laufrich- tung wählen , die es dem LR ermöglicht das Griffverhalten des Hundes in möglichst jeder Phase zu beobachten. Die Stockschläge erfolgen: 1. Schlag nach ca. 4 Schritten, 2. Schlag nach weiteren ca. 4 Schritten. Ein weiteres Bedrängen von 4 bis 5 Schritten ohne Stockschläge ist zu zeigen.

Quelle:http://www.bk-muenchen.de/cms/publikatio...ien_helfer.php3

Ich habe in Neudrossenfeld 3 Schläge am Stück gesehen. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her - jetzt ist die Hecke tatsächlich relativ blickdicht

Mir ist schon klar daß nicht alle Schutzhundler mit Meideverhalten bzw Gewalt arbeiten aber ich frage mich ernsthaft warum man von den gut arbeitenden nur liest und die schwarzen Schafe im realen Leben trifft.

LG,
Margit&Schnuffels

Nicht Gewalt, sondern das klug eingesetzte Einfühlungsvermögen des Menschen erzieht den Hund - Gudrun Feltmann v. Schröder

glubschi ( Gast )
Beiträge:

28.03.2008 18:16
#41 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

hi anja,

bist du im urlaub, oder sprichst du nicht mehr mit uns?

vg

123Fellnase Offline

Welpe

Beiträge: 3

03.04.2008 21:46
#42 RE: Mißbrauch der Hundeerziehung Zitat · antworten

Hallo!

Bin nicht im Urlaub, nur im normalen Lebensstress unterwegs :o) Mein PC konnte mich nicht leiden und wollte mich net ins www lassen. Und Sorry - hatte die Funktion "bei Antworten informieren" nicht aktiviert und hatte somit gar nicht mitbekommen, daß es ganz viel neue Zuschriften zu dem Thema gegeben hat. Und natürlich werde ich die versprochene Vorstellung nicht vergessen. Allerdings haben wir am WE noch ne Menge Action, also wirds wohl Anfang nächster Woche werden, bis ich mich in Ruhe hier zurückmelden werde. Dann hab ich auch sicher alle Beiträge gelesen und nicht nur überflogen.....

Bis dahin viele Grüße. Anja

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